Anleitung Allwetter Reitplatz selber bauen
1. Reitplatz
Ein leichtes Gefälle ist auf einem Reitplatz wichtig, damit dass Wasser unterirdisch sofort ablaufen kann. 1% bis 2% Gefälle ist dabei ausreichend. Ob ein ausreichendes Gefälle vorhanden ist, kann man an regenreichen Tagen beobachten. Die
2. Reitplatz Vlies verlegen
Legen Sie ein Drainagevlies mit mind. der Stärke 200 mg auf den gewachsenen Boden. Das Vlies verhindert, dass der Matsch von unten kommt und die Steine nach unten abwandern.
Falls der Boden schon geschottert ist oder aus Beton besteht, ist kein Vlies notwendig.
Die Vliesbahnen sollten ca. 10 cm überlappen.
Vlies Reitplatz Erfahrung: Nur Vlies als Trennschicht zum Sand direkt auf den Erdboden wird sicherlich einsinken. Der Sand vermischt sich mit Schlamm und man hat doppelt soviel Arbeit und Kosten den verschmutzten Sand wieder abzutragen. Er hat keine Tragefunktion und taugt damit nicht als alleinige Reitplatz-oder Paddockbefestigung.
3. Verlegung der Geowaben
Die Ränder der Geowaben werden mit mehreren Metallstangen (z.B. Befestigungsanker, Erdanker) oder Holzpflöcken am Boden fixiert. Die einzelnen Teile können ebenfalls untereinander mit den Pflöcken oder Kabelbindern verbunden werden, sobald diese mit Steinen verfüllt werden, können diese wieder entfernt werden.
Wo es Unebenheiten gibt sieht man, dass die Waben schweben, durch die Auffüllung mit Steinmaterial wird dieses wieder ausgeglichen. Das gute an diesem System ist, das Löcher oder Wurzeln damit kein Problem darstellen.
Überschüssige Teile können einfach abgeschnitten werden und an einer anderen Stelle wieder platziert werden.
4. Befüllen der Geowaben mit Splitt/Schotter ohne Nullanteile
Die Befestigung wird bis zur Oberkante zum Beispiel mit 8-16 Splitt oder 8-32 Schotter befüllt (es eignen sich alle Schotter oder Splittarten ohne Nullanteile von 8 mm bis 56 mm, Kies ist nicht geeignet, da er sich nicht verkantet. Dieses ist eine natürliche Drainage und ist wesentlich wasserdurchlässiger als der konventionelle Aufbau mit 80 cm Schotteraufbau.
Darauf kommt als Tragschicht das Mineralgemisch oder Frostschutz zum Beispiel 0-32 oder 0-16 oder 0-45 oder ähnliche Körnung(ca. 3 cm). Die Lücken zwischen dem Wegerand und der Bodenfestigung sollten ebenfalls aufgefüllt werden. Es muss so lange gefüllt werden, bis man die Waben nicht mehr sieht.
5. Ausgänge und Übergänge
Ausgänge und Übergänge zu den nicht befestigten Bereichen sollten eine Umrandung haben (zb. Randsteine, Rasengittersteine, schwere Paddockplatten oder eine 20 cm Schotterschicht. Am Zaun entlang wird keine Umrandung benötigt.
6. Reitplatz Tretschicht
Die optimale Tretschicht ist Reitplatzsand, da sie Trittfest ist und nicht tief wird. Am besten man nimmt sich mehrere Sandproben in einem Eimer und testet diese auf Wasserdurchlässigkeit und Trittfestigkeit bevor man 40 Tonnen Sand bestellt und feststellt, dass dieser nicht geeignet ist. Sand ist nicht gleich Sand. Nasser Sand sollte sich in der Hand verformen.
Die Sand Tretschicht sollte am Anfang mindesten 10 cm betragen, die Pferdehufe sollten keine Kontakt zu den Steinen haben. Nach 12 Wochen setzt sich der Sand und die Steine sitzen bombenfest.
Trennung zu Matschbereichen oder Koppelausgängen
Matschige Bereiche sollten immer abgesperrt werden, sonst verteilen die Pferde den Schlamm auf dem befestigten Paddock!!! Falls keine andere Möglichkeit besteht, sollte man die Übergänge zu den matschigen Bereichen mit Rasengittersteinen trennen.
Kein Rollkies (runde Steine) oder Sand in die Waben
Die Waben sollten nur mit Splitt oder Schotter aufgefüllt werden (kantige Steine die sich verzahnen und fest werden).
Runder Kies oder Sand würde aus den Waben ausgespült.
Man könnte Rollkies als Tretschicht auf die Mineralschicht auffüllen. Diese benötigt allerdings eine Umrandung, damit diese nicht wegrollt.
Baggerarbeiten
Bitte nicht mit dem Bagger über den losen Schotter fahren!! Erst wenn man die 2te Schicht (nämlich das Mineralgemisch 0-32) aufgefüllt hat, kann man mit dem Bagger über die Befestigung fahren. Man füllt die Waben zuerst mit dem losen Splitt oder Schotter mit dem Bagger auf, ohne darüber zu fahren, verteilt diese bis zum Rand. Danach kippt man die Mineralschicht darüber, verteilt diese und kann nun mit dem Bagger darüber fahren um die nächsten losen Steine in die Waben zu schütten.
Geowaben mit Kunstrasen
Geowaben eignen sich hervorragend als Unterbau für Kunstrasen. Sie stabilisieren den Kunstrasen, dieser kann dann keine Wellen mehr schlagen und bleibt fest liegen.
Die Drainagelöcher sorgen für einen guten Wasserablauf, ein Gefälle ist hier wichtig.
Eine saubere Sache im Winter. Pferde liegen sehr gerne darauf.
Aufbau:
1. Vlies
2. Waben gefüllt mit Splitt zb. 8-16
3. Kunstrasen
1. Zuerst wird ein Vlies gelegt, ein Gefälle im Boden ist immens wichtig (ob Lehmboden oder Beton).
2. Danach werden die Waben verlegt und mit einem Schottergemisch (Mineralgemisch zb Körnung 0-32) gefüllt, die Waben sollten nicht mehr zu sehen sein .
3. Alles wird mit einer Rüttelmaschine festgerüttelt, auch hier Gefälle einbauen.
4. Danach wird wieder ein Vlies gelegt.
5. Auf das Vlies kommen 6 cm Verbundschaumstoff.
6. Auf die Schaumstoffmatten kommt eine 8 mm Hammerschlagmatte (diese kann man bei www.technikplaza.com in Rollen oder auch zugeschnitten kaufen.
Wichtig ist es die Bahnen überlappend zu verlegen, damit kein Urin in die Schaumstoffmatten fließen kann.